4. Bewirtschaftungsentgelte

Extensive Beweidung im FFH-Gebiet Finkental und Magergrünland bei Didoll, Foto M. Frede
Extensive Beweidung im FFH-Gebiet Finkental und Magergrünland bei Didoll, Foto M. Frede

Hier finden Sie eine Zusammenstellung der Entgelte des Kulturlandschaftsprogrammes. Die Entgelte beziehen sich jeweils auf 1 Jahr und 1 Hektar zu bewirtschaftender Fläche. Es können zusätzlich zu den jährlich durchzuführenden Bewirtschaftungsmaßnahmen auch Pflegemaßnahmen im Abstand von ein bis 5 Jahren vereinbart werden. Beispiele für eine Entgeltberechnung !

1. Extensive Nutzung von Äckern / Ackerrandstreifen zum Schutz der Feldflora:

765€/ha/Jahr bei Verzicht auf:
  • Pflanzenschutzmittel und Wachstumsregulatoren
  • mechanische und thermische Unkrautbekämpfung
  • flüssige organische Düngemittel, ätzende Düngemittel sowie Klärschlamm, Untersaaten, Ablagerungen jeglicher Art
  • Im Verpflichtungszeitraum mindestens dreimaliger Anbau von Getreide oder einer sonstigen zugelassenen Kultur
1140 €/ha/Jahr bei Verzicht auf:
  • Wie oben + zusätzlicher Verzicht auf chemisch-synthetischen Stickstoffdünger
2. Extensive Wiesen, Weide und Mähweidenutzung:

a. Wiesen und Mähweidenutzung 200 – 400m ü. N.N. (in Freudenberg und Siegen):

Allgemein geltende Regelungen bei der Bewirtschaftung von Wiesen und Mähweiden:
  • Es besteht Mahdpflicht.
  • Wiesenflächen dürfen nicht vor dem 01.07. eines Jahres gemäht werden.Unterhalb von 400 m ü. NN kann in Einzelfällen die Mahd ab 15.6. eines Jahres vertraglich zugelassen werden, wenn auf den Flächen keine gefährdeten Brutvögel der Roten Liste nachgewiesen sind.
  • Das Mähgut ist abzutransportieren.
  • Abweichungen vom jährlichen Pflegerhythmus im Sinne einer späteren Mahd können festgelegt werden, wenn dies der Erhaltung des Biotoptyps dienlich ist. Dies gilt auch für Flächen über 500 m ü. NN, wenn Orchideenbestände oder das Vorkommen von bodenbrütenden Rote-Liste-Tierarten eine Verschiebung der Mahd nach dem 15.7. erfordern.
  • Bei entsprechender Witterung kann die Biologische Station einem früheren Schnittzeitpunkt (max. 5 Werktage) im Einzelfall zustimmen.
  • Eine zweite Nutzung wird in der Regel vereinbart: Der zweite Schnitt darf frühestens 6 Wochen nach der ersten Nutzung erfolgen. Eine Nachbeweidung von Mähflächen ist in der Regel ebenfalls erst 6 Wochen nach dem ersten Schnitt, gegebenenfalls unter Vorgabe einer bestimmten Besatzdichte zulässig, wenn dies im Vertrag auch ausdrücklich so vereinbart ist.
Bei 395€/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 15.6.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 430 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 15.6.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jeglichen Stickstoffdünger
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 425 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 1.7.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel ; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 485 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 1.7.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jeglichen Stickstoffdünger
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.

b. Wiesen und Mähweidenutzung über 400m ü. N.N.:

Allgemein geltende Regelungen bei der Bewirtschaftung von Wiesen und Mähweiden:
  • Es besteht Mahdpflicht.
  • Wiesenflächen dürfen nicht vor dem 01.07. eines Jahres gemäht werden.Unterhalb von 400 m ü. NN kann in Einzelfällen die Mahd ab 15.6. eines Jahres vertraglich zugelassen werden, wenn auf den Flächen keine gefährdeten Brutvögel der Roten Liste nachgewiesen sind.
  • Das Mähgut ist abzutransportieren.
  • Abweichungen vom jährlichen Pflegerhythmus im Sinne einer späteren Mahd können festgelegt werden, wenn dies der Erhaltung des Biotoptyps dienlich ist. Dies gilt auch für Flächen über 500 m ü. NN, wenn Orchideenbestände oder das Vorkommen von bodenbrütenden Rote-Liste-Tierarten eine Verschiebung der Mahd nach dem 15.7. erfordern.
  • Bei entsprechender Witterung kann die Biologische Station einem früheren Schnittzeitpunkt (max. 5 Werktage) im Einzelfall zustimmen.
  • Eine zweite Nutzung wird in der Regel vereinbart: Der zweite Schnitt darf frühestens 6 Wochen nach der ersten Nutzung erfolgen. Eine Nachbeweidung von Mähflächen ist in der Regel ebenfalls erst 6 Wochen nach dem ersten Schnitt, gegebenenfalls unter Vorgabe einer bestimmten Besatzdichte zulässig, wenn dies im Vertrag auch ausdrücklich so vereinbart ist.
Bei 395€/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 15.6.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 430 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 15.6.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jeglichen Stickstoffdünger
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 425 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 1.7.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
Bei 485 €/ha/Jahr gelten:
  • Erste Mahd ab 1.7.
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel; Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jeglichen Stickstoffdünger
  • Bei Vorkommen besonders gefährdeter Bodenbrüter und spätblühender Wiesenpflanzen wird zusätzlich ein Ausgleich von 50 €/ha/Jahr für jeweils 14 Tage Mahdverschiebung (max. 150 €/ha/Jahr) gewährt.
c. Beweidung mit einer Besatzdichte von max. 2 Großvieheinheiten (GVE):

Allgemein geltende Regelungen bei der Bewirtschaftung von Weideflächen:
  • Es besteht Beweidungspflicht.
  • Eine Beweidung ist in der Regel in der Zeit vom 15.4. bis 15.11. eines Jahres zulässig. Ausnahmen bilden Großbeweidungsprojekte mit diesbezüglich vertraglichen Regelungen.
  • Eine Winterbeweidung zwischen 16.11. und 14.4. ist ausgeschlossen .Ausnahmen bilden Großbeweidungsprojekte mit diesbezüglich vertraglichen Regelungen.
  • Weideflächen sind unterhalb von 400 m ü. NN bis zum 1.7. eines Jahres und oberhalb von 400 m ü. NN bis zum 15.7. pro Weidegang mit einer maximalen Besatzdichte von bis zu bis zu zwei Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar gleichzeitig zu beweiden: Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 2 GVE/ha finden Sie hier!
  • In Einzelfällen können auch bis zu 4 GVE/ha vereinbart werden. Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 4 GVE/ha finden Sie hier!
  • Je nach Höhenlage kann nach dem 1.7. bzw. 15.7. die Besatzdichte erhöht werden.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann sowohl ein früherer als auch ein spätererBeweidungsbeginn festgelegt werden.
  • Abweichend gilt für Wanderschäfer, dass kurzfristig auch eine deutlich höhere Besatzdichte ausnahmsweise zulässig ist, sofern im Gebiet keine gefährdeten Wiesenvögel (Braunkehlchen, Bekassine, Wachtelkönig, Wiesenpieper etc.) brüten und die Herde in lockerem Gehüt geführt wird.
  • Rotationsbeweidung in kleinen Koppeln oder Nachtpferchen ist wegen der dann eintretenden starken Trittwirkung und Kotkonzentration nicht gestattet.
  • Weitere Einschränkungen der Beweidungsdichte und -dauer können festgelegt werden, wenn dies aus naturschutzfachlichen Gründen (z. B. Brut einer gefährdeten Vogelart, Erhaltung von Orchideen) oder zur Erhaltung der Biotoptypen Kleinseggenried, Großseggenried, Trockene Heide, Feuchtheide, Moor, Silikattrockenrasen, Kalkhalbtrockenrasen, Schwermetallrasen und Borstgrasrasen erforderlich ist.
  • Das Ausmähen von Weideflächen soll, sofern keine abweichenden Regelungen im Vertrag genannt werden, erst ab Mitte Juli und nur sektoral erfolgen.
  • Altgrasstreifen und Gras bzw. Staudenhorste sind zu erhalten.
Bei 390 €/ha/Jahr gelten:
  • Besatzdichte (max. 2 GVE) vom 15.4. bis 30.6. (200m – 400m ü.N.N.)
    Besatzdichte (max. 2 GVE) vom 15.4. bis 15.7. (über 400m ü.N.N.)
    danach bis 15.11.: nach Abstimmung ggf. Erhöhung der Besatzdichte oder (sektorale) Nachmahd
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 2 GVE/ha finden Sie hier!
Bei 430 €/ha/Jahr gelten:
  • Besatzdichte (max. 2 GVE) vom 15.4. bis 30.6. (200m – 400m ü.N.N.)
    Besatzdichte (max. 2 GVE) vom 15.4. bis 15.7. (über 400m ü.N.N.)
    danach bis 15.11.: nach Abstimmung ggf. Erhöhung der Besatzdichte oder (sektorale) Nachmahd
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jegliche Stickstoff-Düngung
  • Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 2 GVE/ha finden Sie hier!
d. Beweidung mit einer Besatzdichte von max. 4 Großvieheinheiten (GVE):

Allgemein geltende Regelungen bei der Bewirtschaftung von Weideflächen:
  • Es besteht Beweidungspflicht.
  • Eine Beweidung ist in der Regel in der Zeit vom 15.4. bis 15.11. eines Jahres zulässig. Ausnahmen bilden Großbeweidungsprojekte mit diesbezüglich vertraglichen Regelungen.
  • Eine Winterbeweidung zwischen 16.11. und 14.4. ist ausgeschlossen .Ausnahmen bilden Großbeweidungsprojekte mit diesbezüglich vertraglichen Regelungen.
  • Weideflächen sind unterhalb von 400 m ü. NN bis zum 1.7. eines Jahres und oberhalb von 400 m ü. NN bis zum 15.7. pro Weidegang mit einer maximalen Besatzdichte von bis zu zwei Großvieheinheiten (GVE) pro Hektar gleichzeitig zu beweiden: Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 2 GVE/ha finden Sie hier!
    In Einzelfällen können auch bis zu 4 GVE/ha vereinbart werden. Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 4 GVE/ha finden Sie hier!
  • Unter bestimmten Voraussetzungen kann sowohl ein früherer als auch ein spätererBeweidungsbeginn festgelegt werden.
  • Je nach Höhenlage kann nach dem 1.7. bzw. 15.7. die Besatzdichte erhöht werden.
  • Abweichend gilt für Wanderschäfer, dass kurzfristig auch eine deutlich höhere Besatzdichte ausnahmsweise zulässig ist, sofern im Gebiet keine gefährdeten Wiesenvögel (Braunkehlchen, Bekassine, Wachtelkönig, Wiesenpieper etc.) brüten und die Herde in lockerem Gehüt geführt wird.
  • Rotationsbeweidung in kleinen Koppeln oder Nachtpferchen ist wegen der dann eintretenden starken Trittwirkung und Kotkonzentration nicht gestattet.
  • Weitere Einschränkungen der Beweidungsdichte und -dauer können festgelegt werden, wenn dies aus naturschutzfachlichen Gründen (z. B. Brut einer gefährdeten Vogelart, Erhaltung von Orchideen) oder zur Erhaltung der Biotoptypen Kleinseggenried, Großseggenried, Trockene Heide, Feuchtheide, Moor, Silikattrockenrasen, Kalkhalbtrockenrasen, Schwermetallrasen und Borstgrasrasen erforderlich ist.
  • Das Ausmähen von Weideflächen soll, sofern keine abweichenden Regelungen im Vertrag genannt werden, erst ab Mitte Juli und nur sektoral erfolgen.
  • Altgrasstreifen und Gras bzw. Staudenhorste sind zu erhalten.
Bei 335 €/ha/Jahr gelten:
  • Besatzdichte (max. 4 GVE) vom 15.4. bis 30.6. (200m – 400m ü.N.N.)
    Besatzdichte (max. 4 GVE) vom 15.4. bis 15.7. (über 400m ü.N.N.)
    danach bis 15.11.: nach Abstimmung ggf. Erhöhung der Besatzdichte oder (sektorale) Nachmahd
  • ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf Pflegeumbruch
  • Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 4 GVE/ha finden Sie hier!
Bei 380 €/ha/Jahr gelten:
  • Besatzdichte (max. 4 GVE) vom 15.4. bis 30.6. (200m – 400m ü.N.N.)
    Besatzdichte (max. 4 GVE) vom 15.4. bis 15.7. (über 400m ü.N.N.)
    danach bis 15.11.: nach Abstimmung ggf. Erhöhung der Besatzdichte oder (sektorale) Nachmahd
    ganzjährig: Verzicht auf flüssige organische Düngemittel, Geflügelmist, Gärreste und synthetische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf Pflegeumbruch
  • zusätzlich Verzicht auf jegliche Stickstoff-Düngung
  • Beispiele für einen möglichen Viehbesatz bei 4 GVE/ha finden Sie hier!
3. Naturschutzgerechte Bewirtschaftung spezifischer Grünlandbiotope/ Pflege von kulturhistorischen Biotopen durch Beweidung oder Mahd:

Allgemein geltende Regelungen:
  • Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel
  • Mahd i.d.R. ab Mitte Juli
  • Mähgut ist von der Fläche zu entfernen
  • Beweidung mit Pferden nur bei naturschutzfachlicher Vertretbarkeit
Bei 380 €/ha/Jahr bei Beweidung gelten:
  • Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel
  • Weidetierart, Besatzdichte und Beweidungszeitraum richten sich nach naturschutzfachlichen Erfordernissen und werden im Einzelfall festgesetzt
  • Keine Winterbeweidung auf trittempfindlichen Standorten
Bei 595 €/ha/Jahr bei Mahd gelten:
  • Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel
  • Mahd ab Mitte Juli zulässig. Sofern aus naturschutzfachlichen Gründen ein früherer Mahdtermin erforderlich ist, darf die zweite Mahd nicht vor dem 15.09. erfolgen.
  • Das Mähgut ist in der Regel zu entfernen
4. Zusätzliche Maßnahmen in Verbindung mit naturschutzgerechter Grünlandnutzung als laufende Unterhaltungsmaßnahme:

Wichtig!
  • Diese Maßnahmen sind nach fachlicher Abwägung durch die Biologische Station Siegen-Wittgenstein kombinierbar mit naturschutzgerechter Bewirtschaftung spezifischer Grünlandbiotope/ Pflege von kulturhistorischen Biotopen (s.o.).
  • Die Zahlungen erfolgen nur im Jahr der jeweiligen Maßnahmen.
Zusätzlich 70 €/ha/Jahr bei:
  • Einsatz von Ziegen aus naturschutzfachlichen Gründen
Zusätzlich 980 €/ha/Jahr bei:
  • Erfordernis der Handarbeit zum Mähen und/ oder Bergen des Schnittgutes
Zusätzlich 615 €/ha/Jahr bei:
  • Beseitigung unerwünschter Gehölze zur Erhaltung der Grünlandbiotope
Zusätzlich 350 €/ha/Jahr bei:
  • Zweite Mahd nicht vor dem 15.09.
Zusätzlich maximal 250 €/ha/Jahr bei:
Für weitere zusätzliche besondere Bewirtschaftungsauflagen oder -erschwernisse, die als Zusatzleistungen auch in einzelnen Jahren erbracht werden, kann eine zusätzliche Aufwandsentschädigung gewährt werden.
Dies können Leistungen sein wie:

  • fachgerechte Entsorgung des Mähgutes z.B. aus engen Tälern
  • zusätzlicher Aufwand bei Leistungen in steilen Hanglagen und Tälern
  • Pflegemaßnahmen auf staunassen Flächen
  • völliger Beweidungsverzicht in Einzeljahren
5. Extensive ganzjährige Großbeweidungsprojekte:

Bei 510 €/ha/Jahr gelten:
  • Die Mindestfläche muss 10 ha auf einem zusammenhängenden Schlag umfassen. Die Inanspruchnahme dieser Fördermaßnahme bedarf ab einer Fläche von 30 ha einer gesonderten Zustimmung durch das MKULNV.
  • Beweidungsdichte max. 0,6 GVE/ ha
    Umrechnungsschlüssel zur Ermittlung des Viehbesatzes finden Sie hier!
  • Verzicht auf Düngung, Pflanzenschutzmittel und auf mechanische Weidepflege vor dem 15.6.
  • Zufütterung nach Abstimmung mit der ULB und der Biologischen Station nur bei Futtermangel in der Vegetationsruhe
6. Streuobstwiesen und Biotoppflege von Hecken:

Streuobstwiesenschutz und Biotoppflege von Hecken
  • Streuobstwiesenschutz entfällt bis auf Weiteres im Kreis Siegen-Wittgenstein!
    Ausnahme: Auf naturschutzfachlich hochwertigen Streuobstflächen ist allenfalls eine Grünlandnutzung möglich, in Anlehnung an extensive Wiesen-, Weide- und Mähweidenutzung.
  • Biotoppflege von Hecken in vorab festgelegten Förderkulissen entfällt bis auf Weiteres im Kreis Siegen-Wittgenstein!
    Der Kreis Siegen-Wittgenstein liegt derzeitig in keiner Hecken-Förderkulisse.
 

Hier finden Sie einen Umrechungsschlüssel für die Großvieheinheiten (GVE) zur Ermittlung des Viehbesatzes auf Weideflächen laut den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes sowie Beispiele für einen möglichen Viehbesatz mit 2 oder 4 GVE.

 

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