2. Voraussetzungen für Vertragsabschlüsse

Rotes Höhenvieh in Benfe, Foto M. Frede
Rotes Höhenvieh in Benfe, Foto M. Frede

Für den Vertragsabschluss und die Entgeltberechnung ist die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Siegen Wittgenstein zuständig. Die fachliche Betreuung und die Beurteilung der Flächen und Maßnahmen erfolgt durch die Biologische Station Siegen-Wittgenstein.

Ihre Ansprechpartner an der Biologischen Station:

Peter Fasel : Burbach, Freudenberg, Neunkirchen, Siegen, Wilnsdorf
Michael Frede : Bad Berleburg, Bad Laasphe, Erndtebrück
Ursula Siebel : Netphen, Hilchenbach, Kreuztal sowie kreisweit NRW-Stiftungsflächen, welche von der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein betreut werden.

Der Betriebshilfsdienst und Maschinenring Siegen-Wittgenstein e.V. unterstützt die Zusammenarbeit beider Institutionen mit den Landwirten.

Schwerpunkte des Vertragsnaturschutzes sind

  • Naturschutzgebiete (inklusive FFH- und Vogelschutzgebiete)
  • besonders geschützte Biotope nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz i.V. mit §42 Landesnaturschutzgesetz NRW
  • sonstige Biotopverbundflächen.
  • weitere schützenswerte Flächen

Die Entscheidung über die Aufnahme eines Flurstückes trifft die Untere Landschaftsbehörde nach fachlicher Prüfung durch die Biologische Station sowie unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel des Landes NRW.

Neben dem KULAP existieren weitere Extensivierungsprogramme in der Zuständigkeit der Landwirtschaftskammer NRW zur Förderung des ländlichen Raumes (z.B. Markt- und standortangepasste Landbewirtschaftung – MSL ), die meist gleichzeitig in Anspruch genommen werden können. Das KULAP ergänzt dann die landwirtschaftliche Förderung durch Aufstockung des Differenzbetrages.
Die Aufnahme von Flächen der öffentlichen Hand kann nur dann erfolgen, wenn diese den Landwirt/Innen pachtzinsfrei bzw. zu einem maximalen Pachtzins in Höhe von 25 €/ha/a überlassen werden.
Daneben gewährt das Land NRW, unabhängig von den Mitteln des Vertragsnaturschutzes, für in Privateigentum stehenden Grünlandflächen in FFH-Gebieten, Europäischen Vogelschutzgebieten, Naturschutzgebieten und in geschützen Biotopen eine jährliche Ausgleichszahlung für Gebiete mit umweltspezifischen Einschränkungen (Anlage B1). Auskunft hierüber erteilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

 

Wichtige Änderungen bzw. Neuerungen seit 2015:

  • Erhöhung der Bewirtschaftungsentgelte bei den meisten Bewirtschaftungsmodalitäten!
  • Der Kreis Siegen- Wittgenstein bleibt weiterhin außerhalb der Kulisse der Streuobstförderung. Das bedeutet, dass nur auf naturschutzfachlich hochwertigen Streuobstwiesenflächen die Grünlandbewirtschaftung weiter gefördert werden kann.
  • Eine Baumpflege bleibt weiterhin nicht förderfähig.
  • Ein Wechsel zwischen Mahd und Beweidung aus naturschutzfachlichen Gründen zum Stichtag 1.7. eines Jahres unter Anpassung der Prämienhöhe auf Flächen mit extensiver Weide- und Mähweidenutzung ist möglich.
  • Pferdebeweidung muss mit den Naturschutzbelangen auf den Flächen genau abgestimmt und in den betreffenden Verträgen explizit aufgeführt sein. Auf einigen feuchten oder nassen Flächen ist eine Pferdebeweidung in der Regel ausgeschlossen.
  • Es werden Anträge auf Verlängerung bereits laufender Zuwendungen bevorzugt.
  • Ab der Förderperiode 2015 gilt, dass im Rahmen der verpflichtenden Vor-Ort Kontrollen von jährlich 5% der Antragsteller alle Bewirtschaftungsauflagen des jeweiligen Bewilligungsbescheides geprüft werden müssen.

 

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