In dem heutigen Naturschutzgebiet „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ wurden früher Bleierze und Zinkblende gefördert. Die ehemaligen Haldenkomplexe im Grubengelände Littfeld sind auch heute noch reich an Schwermetallen. Doch trotz und gerade wegen dieser Belastung stellt das Gebiet einen wichtigen Lebensraum für sogenannte Schwermetallrasen dar. Hier wachsen Pflanzen, wie die Galmei-Grasnelke, die schwermetallhaltige Böden bevorzugen. Die Gewässer und offenen Halden stellen zudem wichtige Lebensräume für mehrere Amphibienarten dar. Hervorzuheben sind hier insbesondere der Kammmolch und die Geburtshelferkröte.

Auf einigen Bereichen im Naturschutzgebiet ist den letzten Jahren die Sukzession mit Gehölzen stark vorangeschritten. Durch das zunehmend trockene Wetter in den Frühjahrs- und Sommermonaten trocken zudem wichtige Amphibiengewässer im Gebiet zunehmend aus. Um die typische Pflanzenwelt des Gebietes und die dort vorkommenden Amphibien zu fördern wurden in den letzten Tagen größere Maßnahmen im Gebiet umgesetzt. Zum einen wurden zugewachsene Halden von Gehölzen freigestellt, zum anderen wurden zwei größere Gewässer angelegt. Die Maßnahmenumsetzung erfolgte in enger Kooperation zwischen der Biologischen Station und der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein.

Information für Besucher: Bitte bleiben Sie auf den kennzeichneten Wanderwegen. Das Betreten anderer Bereiche ist verboten. Aufgrund der Schwermetallbelastung im Gebiet (insb. Blei und Quecksilber) halten Sie bitte insbesondere Kinder und Hunde von den Halden und Gewässern fern. Zum Schutz der Flora und Fauna im Gebiet verzichten Sie bitte auf darauf auf den Halden zu laufen oder die Flächen mit Fahrrädern etc. zu befahren!

 

Fotos: Prof. Dr. Jasmin Mantilla-Contreras