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Infoblatt zum Naturschutzgebiet Rothaarkamm und Wiesentäler mit Ginsberger Heide und Hohlsterzenbach

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Faltblatt-Ginsberger-HeideFür Etappenwanderer am Rothaarsteig und Naturfreunde gibt es einen neuen Flyer. Er informiert über natur- und heimat- sowie waldkundliche Besonderheiten der Berg- und Feuchtwiesen, Buchen-, Moor- und Schluchtwälder sowie der forstlichen Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutz- und FFH-Gebiet Rothaarkamm und Wiesentäler. Aus dem 34 Quadratkilometer großen Schutzgebiet werden die Ginsberger Heide sowie die Bergwälder an der Ginsburg bis zur Hohlsterzenbachschlucht mit ihren Besonderheiten darstellt. Der Rundweg führt zu herausragenden Aussichtspunkten, historischen Kulturlandschaften wie den Heideresten und Bergwiesen und gewährt Einblicke in renaturierte Moore und Bergwald.

Der Naturwanderweg erschließt ausgedehnte alte Laubmischwälder von hohem forstlichen und ökologischen Wert wie etwa die bis zu 200 Jahre alten Buchenwälder an der Ginsburg und beidseits der Hohlsterzenbach. Sie gehören zum Staatswald Hilchenbach und werden besonders naturnah bewirtschaftet. Ein Teil der Bäume bleibt über die normale Umtriebszeit erhalten. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wie dem Regionalforstamt und den Waldgenossenschaften Lützel und Grund wird ein besonders naturnaher Waldbau angestrebt, um gesunde, stabile und ökologisch wertvolle Bestände zu entwickeln. Buchenvoranbau unter Fichte hat entscheidend dazu beigetragen, dass auf Kyrill-geschädigten Windwurfflächen jetzt schon wieder ein Vorwald steht. Um den Gillerbergturm beispielsweise findet der Wanderer die höchstgelegenen Hauberge in Südwestfalen. Gemeinsam mit ortsansässigen Landwirten und den Waldgenossenschaften werden Heide, Mager- und Feuchtwiesen mit Wacholder, Arnika und wilden Orchideen gemäht oder durch Moorschnucken beweidet. Nur an wenigen Stellen entlang des Rothaarsteiges und im Naturschutzgebiet finden Wanderer auf 5 Kilometer Strecke eine vergleichbare Fülle von Lebensräumen und historischen Kulturlandschaften wie auf der Ginsberger Heide. Gefördert durch die Carl-Kraemer-Stiftung und die Stadtsparkasse Hilchenbach sowie mit Unterstützung des Regionalforstamtes konnte die Biologische Station Siegen-Wittgenstein daher wieder ein Faltblatt mit einem Wanderwegevorschlag entwickeln, so Peter Fasel von der Biostation. Für Sigrid Menn und Anneliese Homrighausen von der Carl-Kraemer-Stiftung ist das Faltblatt gut geeignet für eigene Wandertouren. Aufgrund ihrer Ortsverbundenheit und mit dem Ziel die naturnahe Erholung zu fördern, hat laut Juliane Scheel auch die Sparkasse Hilchenbach das Projekt unterstützt, um Interessierten ein zu allen Jahreszeiten außergewöhnliches Wanderziel näher zu bringen.

Das Faltblatt ist erhältlich bei der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein sowie hier als Download (PDF 761 KB) . Weitere Bezugsquellen sind die Stadt Hilchenbach, Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein oder die Kreisverwaltung in Siegen.

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