Der Wolf kehrt zurück

Wolfsrüde, Foto von Marcel Langthim auf Pixabay
Wolfsrüde, Foto von Marcel Langthim auf Pixabay

Wölfe sind – wenn auch für uns ungewohnt – Bestandteil unserer Tierwelt, genauso wie Rehe, Rothirsche, Wildschweine, Füchse und all die anderen zwei- und vierbeinigen Wildtiere. Als letztes Glied in der Nahrungskette kommt ihnen die wichtige Aufgabe zu, die Populationen ihrer Beutetiere zu regulieren. Welche Tierarten das sind, finden Sie hier. Wölfen fallen vor allem kranke und schwache Tiere zum Opfer. Damit sorgen sie sogar zur Gesunderhaltung der Bestände. Wölfe wurden in der Vergangenheit aber gnadenlos verfolgt und hierzulande ausgerottet.

Über die Ausbreitung und die aktuellen Territorien informiert die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).

Heutzutage sind Wölfe unter den höchstmöglichen Schutz gestellt, damit sich wieder eine überlebensfähige Population etablieren kann. Trotzdem werden Wölfe immer wieder illegal erschossen. Dies ist eine Straftat und kann mit hohen Geldstrafen und sogar mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet werden.

Wölfe sind nicht die blutrünstigen Bestien, als die sie leider immer noch dargestellt werden. Bedenken Sie, dass unsere Haushunde eng verwandt mit ihnen sind, sie gelten sogar als Unterart Canis lupus familiaris des Wolfes Canis lupus („Canidae“ ist die wissenschaftliche Bezeichnung für Hunde, die zusammen mit Füchsen, Schakalen und Kojoten zu den „Hundeartigen“ zählen). Man weiß nicht genau wann es war, aber Menschen haben sich schon vor mehr als 10.000 Jahren mit Wölfen zusammengetan. Das konnte funktionieren, weil beide Arten – also Menschen und Wölfe – ähnliche soziale Bindungen aufbauen. Wölfe haben einen großartigen Familiensinn. Verletzte Familienmitglieder werden wochenlang mit Nahrung versorgt. Und Wölfe trauern, wenn ein Sozialpartner stirbt.

Wolfsmutter mit Welpen, Foto von Manfred Richter auf Pixabay
Wolfsmutter mit Welpen, Foto von Manfred Richter auf Pixabay
Wolfswelpe, Foto von diapicard auf Pixabay
Wolfswelpe, Foto von diapicard auf Pixabay

Eine Wolfsfamilie, das sogenannte „Rudel“, besteht aus dem Elternpaar und den Welpen aus zwei Jahren. Die Welpen werden im Frühling geboren (daher beginnt das „Wolfsjahr“ im Mai). Die Welpen aus dem Vorjahr spielen zum einen Kindermädchen während die Altwölfe auf die Jagd gehen, und zum anderen müssen sie auch lernen, sich selbst zu versorgen. Denn im dritten Jahr geht es auf Wanderschaft, um irgendwo selbst ein Revier zu besetzen und eine Familie zu gründen. Das sind dann die Wölfe, die im Frühjahr in Erscheinung treten. Sie sind noch sehr unerfahren (Günther Bloch, der bekannte Autor sowie Hunde- und Wolfsexperte, nennt sie „Schnösel“) und auch noch verspielt.
Diese Wölfe müssen lernen, Menschen zu meiden. Daher die Bitte: Den Anblick einen Moment genießen, vielleicht ein Belegfoto machen (für´s LANUV) und dann Krach schlagen – siehe weitere Informationen dazu unten.

 
  • Beim LANUV (Landesamt für Natur Umwelt und Verbraucherschutz NRW) gibt es einenArbeitskreis „Wolf in NRW“. Dessen Ziel ist es Konzepte zu erarbeiten, die das Nebeneinander von Mensch und Wolf gewährleisten sollen.
  • Das Land NRW informiert hier über aktuelle Entwicklungen rund um die Wölfe
  • Wolfsmonitor mit aktuellen Nachrichten und zahlreichen weiteren Links
  • Wölfe in Rheinland-Pfalz, sehr informative und übersichtliche Internetseite der „Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz“ zum Thema Wolf
  • Wolfsite mit vielen Informationen rund um Wölfe und interessanten Artikeln des leider im vergangenen Jahr verstorbenen Ulrich Wotschikowsky
  • Der Wolf ist zurück in Deutschland, Seite des BUND, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
  • Wölfe in Deutschland, Seite des NABU, Naturschutzbund Deutschland e.V.
  • Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V., bietet viele Informationen rund um den Wolf