Gesundheit aus dem Gemüsegarten - der Garten als Apotheke, Foto: U. Siebel

Lass die Nahrung deine Medizin sein
und Medizin deine Nahrung.

Hippokrates (460 – 377 v. Chr.)

Lange bevor es unsere moderne medizinische Versorgung gab, haben die Menschen sich um Heilung von Krankheiten und Gebrechen bemüht. Heiler und Schamanen nutzten dazu auch heilkräftige Pflanzen. Die kennen wir z.T. heute noch als Heilpflanzen und können sie als Tees, Tabletten oder Säfte in der Apotheke erwerben. Viele Pflanzen haben Stoffe entwickelt, um sich zu schützen. Denn auch Pflanzen werden attackiert. Viren, Bakterien, Pilzen wollen sich in ihren Zellen einnisten, Insekten und Wirbeltiere (uns eingeschlossen) wollen sie fressen. Selbst übermäßige Sonneneinstrahlung kann Schaden anrichten. Pflanzen entwickeln daher Schutzstoffe gegen freie Radikale oder Wirkstoffe, die ihr Immunsystem stärken und die ihren Stoffwechsel im Takt halten (dazu zählen Vitamine, Flavonoide, Eiweißstoffe, Enzyme) oder sie lagern Mineralstoffe ein. Manche Pflanzen setzen auf Tiere bei der Verbreitung ihrer Samen, dazu haben sie saftige, wohlschmeckende Früchte entwickelt. Vögel z.B. nehmen Beeren auf und scheiden unverdaute Samen woanders wieder aus.

Die arzneiähnlichen Schutz- und Hilfsstoffe sind in Knolle, Frucht, Blättern oder Stängeln zu finden und da der Mensch von der Natur dazu ausgestattet wurde, sich hauptsächlich von Pflanzen zu ernähren, können wir uns mit Obst und Gemüse die gesund erhaltenden oder heilenden Stoffe einverleiben, einfach so, bei der täglichen Ernährung.

Selbstverständlich ist bei gesundheitlichen Problemen immer erst der ärztliche Rat zu suchen. 

 

Literaturhinweise (die Bücher sind noch erhältlich):

  • Obst und Gemüse als Medizin, Nahrung die heilt – von Klaus Oberbeil und Dr. med. Christiane Lentz
  • Das große Buch der Heilpflanzen, Gesund durch die Heilkräfte der Natur – von Apotheker M. Pahlow