Wurzelgemüse

Möhren, Foto: Couleur auf Pixabay
Möhren, Foto: Couleur auf Pixabay
Radieschen. Foto: tookapic auf Pixabay
Radieschen. Foto: tookapic auf Pixabay
Rote Beete, Foto: Couleur auf Pixabay
Rote Beete, Foto: Couleur auf Pixabay
Sellerie, Foto: S. Hermann & F. Richter auf Pixabay
Sellerie, Foto: S. Hermann & F. Richter auf Pixabay
Verschiedene Kartoffelsorten, Foto: skeeze auf Pixabay
Verschiedene Kartoffelsorten, Foto: skeeze auf Pixabay
 

Der umgangssprachliche Begriff „Wurzelgemüse“ umfasst ganz oder teilweise unter der Erde wachsende, verdickte Pflanzenteile. Im Gegensatz zu Zwiebeln, bei denen Teile der Blätter zum Speicherorgan wurden, handelt es sich beim Wurzelgemüse um verdickte Teile der Hauptwurzel und des untersten Sproßabschnitts (Rüben) oder um unterirdisch wachsende Sprosse, die Verdickungen aufweisen (Knollen). Knollen und Rüben dienen den Pflanzen als Speicherorgane und sind auch für die menschliche Ernährung interessant. Besonders geeignete Pflanzen wurden daher in Kultur genommen.

Nachfolgend werden einige Arten, die auch unsere Gemüsegärten bevölkern, vorgestellt.

 
Möhren, Karotten

Enthalten viel Beta-Carotin, die Vorstufe zu Vitamin A und Selen, das wichtigste Spurenelement für das Immunsystem. Eine Möhre enthält so viel Vitamin A wie eine Vitamin-A-Pille aus der Apotheke und für Möhren gibt es – bei normalen Verzehrsmengen – keine Gegenanzeigen.
• wehren freie Radikale ab
• kräftigen die Schleimhäute und aktivieren den Zellstoffwechsel
• wirken verjüngend und stoppen Alterungsprozesse
• sorgen für schöne Haut, Haare und Nägel
• stärken die Immunkräfte
• verbessern das Sehvermögen, helfen bei Nachtblindheit
• stärken Herz und Kreislauf
• aktivieren die Spermienbildung

 
Radieschen

Enthalten in den Senfölen eine scharfe Waffe gegen Bakterien und Pilze. Sie sind reich an Ballaststoffen und eine gute Quelle für Folsäure, Vitamin C und Selen.
• wirken desinfizierend und töten Magen- und Darmbakterien sowie –pilze ab
• helfen bei Blähungen, Durchfall oder Verstopfung
• wirken vorbeugend gegen Gallen-, Nieren- und Blasensteine
• senken den Cholesterin- und Blutfettspiegel
• aktivieren Nerven und Gehirn
• wirken schleimlösend, z.B. bei Schnupfen oder Husten
• liefern Nährstoffe für Blutbildung und Zellwachstum
Vorsicht bei konventionell angebauten Radieschen, diese sind mit am höchsten mit Nitrat belastet

 
Rote Beete

Rote Beete bietet Silizium in einer Form an, die unser Körper verwerten kann – im Gegensatz zu Silizium aus Fleisch. Silizium aus der Roten Beete kräftigt Bindegewebe und Haut, Gefäßwände und Knochen, und es entgiftet unser Gehirn von Metallen wie z.B. Aluminium. Das überaus wichtige B-Vitamin Folsäure ist in großen Mengen in der Knolle vorhanden, ebenso Kalium und Ballaststoffe.

  • bauen das Bindegewebe auf
  • festigen die Haut, stärken Gefäßwände, kräftigen Knochen
  • neutralisieren und entfernen Giftstoffe, speziell im Gehirn
  • fördern das Zellwachstum und reparieren Zellkerne
  • sorgen für mehr Magensäure
  • aktivieren die Produktion roter Blutkörperchen und damit die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff
  • stimuliert durch den Folsäuregehalt die Produktion von Dopamin und Noradrenalin, die für mentales Wohlbefinden sorgen
  • wirken entwässernd und entsäuernd
  • entgiften den Darm, beseitigen Verstopfung
 
Sellerie

Enthält einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Diese wirken antibakteriell und antimykotisch (pilztötend) in Mund, Rachen, Magen und Darm sowie in den harnableitenden Organen. Der komplette Vitamin-B-Komplex ist wichtig für den Kohlenhydratstoffwechsel, für Nerven und Gehirn sowie für die Darmtätigkeit, sie machen und erhalten Haut und Haar, Augen und Leber gesund.

  • tötet Bakterien und Pilze in Magen und Darm, heilt Verdauungsstörungen
  • desinfiziert und entgiftet die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, wirkt antibakteriell in Nieren, Blase und ableitenden Harnwegen, heilt Entzündungen und Blasenschwäche
  • wirkt schleimlösend bei Husten und Schnupfen
  • aktiviert den Kohlenhydratstoffwechsel, wirkt entwässernd und hilft bei der Gewichtsreduktion
  • stimuliert die Produktion von Magensäure
  • kräftigt Nerven und Gehirn, lindert nervöse Spannungen
  • liefert wichtige Nährstoffe für gesunde Haut, Augen und Haare
 
Kartoffeln

Die heute weit verbreiteten und als wichtiges Grundnahrungsmittel geltenden Kartoffeln wurden von den Ureinwohnern Südamerikas wohl schon vor 8000 Jahren kultiviert. Von der sogenannten Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im 16. Jh. hat es dann noch rund 200 Jahre gedauert, bis die Kartoffel ihren Siegeszug auch in Deutschland antreten konnte. Die heute von unserem Speisezettel nicht wegzudenkende Knolle hatte es zuerst schwer. Sie stand zwar schon als Zierpflanze in Gärten, aber als Nahrungsmittel anbauen wollten die Bauern sie erst nicht. Mittlerweile gibt es weltweit rund 7000 Kartoffelsorten.
Nahezu alle wichtigen Mineralien und Spurenelemente finden sich im stärkehaltigen Fruchtfleisch der Knolle: Magnesium, Kalium, Phosphate, Natrium, Calcium, eine hohe Konzentration von Vit. C; in der Schale: B-Vitamine, Niazin, Folsäure, Zink. Kartoffeln wirken sättigend und sind reich an Ballaststoffen.
Die nährstoff- und stärkereiche Kartoffelknolle ist ein vielseitiges Lebensmittel. Kombiniert man sie mit tierischem Eiweiß aus Quark, Eiern, Milch oder Käse erhält man einen guten Fleischersatz – ohne Erhöhung der Blutfettwerte. Da die meisten Vitamine und Mineralstoffe direkt unter der Schale sitzen und auch bei geschälten Kartoffeln Vitamine und Mineralien ausgeschwemmt werden, sollte man Kartoffeln vorzugsweise in der Schale kochen. Wenn man es verträgt, kann man sie auch mit Schale verzehren, dann aber nur in Bio-Qualität.
• Regulieren den Wasserhaushalt im Körper
• Stimulieren den Transport aller Nährstoffe in die Zellen
• Bauen Knochensubstanz auf
• Kräftigen die Muskeln
• Stärken Herz und Kreislauf
• Aktivieren den gesamten Stoffwechsel, wirken entsäuernd
• Stimulieren das Wachstum (wichtig für Kinder)
• Kräftigen das Bindegewebe
• Regen die Hormonproduktion an
• Regulieren die Verdauung und beseitigen Verstopfungen
• Sorgen für mentale Frische, verscheuchen Müdigkeit