Naturnahe Gärten

Prächtiger, dörflicher Vorgarten in Beienbach Foto von U. Siebel

Prächtiger, dörflicher Vorgarten in Beienbach. Es macht Freude, hier über den Gartenzaun zu schauen.

Schotterbeet, Foto von Dragonhunter auf Pixabay
Schotterbeet, Foto von Dragonhunter auf Pixabay

Fährt oder geht man mit offenen Augen durch unsere Ortschaften, sieht man leider, dass sich immer mehr Vorgärten in triste Rasenflächen mit einigen Koniferen oder gar in Schutthalden („Schottergärten“ genannt) verwandeln. Diese Entwicklung ist nicht nur aus ästhetischer Sicht bedauerlich.

In Zeiten eines massiven Artenschwundes verschwinden mit den bunten Gärten auch ökologische Nischen sowohl für Pflanzen- als auch für Tierarten.

Die neumodischen Schotter-„Gärten“ bieten überhaupt keinen Lebensraum mehr für Tiere. Weder finden hier Vögel und kleine Säugetiere wie der Igel Nahrung oder Unterschlupf, noch Insekten nektarreiche Blüten. Außerdem heizen sich die Steine in der Sonne erheblich auf und strahlen die Hitze später ab. Das ist besonders bei den steigenden Temperaturen ungünstig für das Mikroklima. Wer nun meint, eine solche Steinpackung sei besonders pflegeleicht, wird wohl irgendwann feststellen, dass dem doch nicht so ist. Zwischen den Steinen sammeln sich Staub und Laub und es dauert sicher nicht lange, bis dort erste anspruchslose Pflanzen wachsen und die Steine überziehen. Dann zum Gift zu greifen, würde die Tragödie komplett machen und ist sowieso nicht erlaubt. Ein Video zur Problematik der Schotter-„Gärten“ finden Sie hier und weitere Informationen hier und hier und hier

 

Es geht aber auch anders.

Garten in Birkefehl, Foto von U. Siebel
Garten in Birkefehl, Foto von U. Siebel
Staudengarten, Foto von U. Siebel
Staudengarten, Foto von U. Siebel
Steingarten, Foto von Ursula Fischer auf Pixabay
Steingarten, Foto von Ursula Fischer auf Pixabay
 

Die folgenden Seiten sollen Hilfestellung leisten bei der Anlage von naturnahen Gärten, die für alle etwas bieten: den Menschen Entspannung bei der Gartenarbeit und einen Rückzugsort, der auch noch gesundes Obst und Gemüse liefert und Tieren und Pflanzen eine Nische, die ihnen Nahrung und Unterschlupf gewährt.

Prächtiger, dörflicher Vorgarten in Beienbach Foto von U. Siebel
Prächtiger, dörflicher Vorgarten in Beienbach Foto von U. Siebel

Bauerngärten

Nützlich, schön und zweckmäßig – das sind die mit verschiedenen Zierpflanzen gleichsam verzierten Nutzgärten unserer Dörfer. In solchen Gärten gedeihen Gemüse, Gewürz- und Heilkräuter, Blumen und Beeren mit- und nebeneinander… weiterlesen

Tagpfauenauge auf Telekie, Foto von U. Siebel
Tagpfauenauge auf Telekie, Foto von U. Siebel

Insektenfreundliche Stauden und Sommerblumen

Stauden, Sommerblumen und auch Gehölze sind wichtige Elemente in unseren Gärten, wobei Gehölze und Stauden den Vorteil haben, dass sie viele Jahre überdauern, sofern es ihnen an ihrem Standort zusagt und mit der Zeit immer schöner werden… weiterlesen

Zauneidechsenmännchen, Foto M. Frede
Zauneidechsenmännchen, Foto M. Frede

Quartiere für erwünschte Untermieter

Ein naturnaher Garten bietet nicht nur Platz für Obst und Gemüse. In der heutigen Zeit, die geprägt ist von Klimawandel und Artenschwund, sind Gärten wichtige Rückzugs- und Überdauerungsorte für viele Tierarten, wenn man ihnen geeignete Unterschlupf- und Nistmöglichkeiten anbietet… weiterlesen

Garten in Elsoff, Foto von U. Siebel

Gärtnern mit der Natur

In unseren Gärten sollten wir auf den Einsatz von chemischen Kampfstoffen und Kunstdüngern völlig verzichten und statt dessen mit der und nicht gegen die Natur arbeiten. Da gibt es eine Menge an Möglichkeiten, wie Obst und Gemüse trotzdem gedeihen und gesunde und schmackhafte Erzeugnisse liefern… weiterlesen

Moorlandschaft Hohes Venn, Foto von Herbert Aust auf Pixabay
Moorlandschaft Hohes Venn, Foto von Herbert Aust auf Pixabay

Torf gehört ins Moor

Torf wird in großen Mengen in Blumenerden verwendet und als Bodenverbesserer für den Garten angeboten. Ob das sinnvoll ist, und welcher Schaden dabei an den sensiblen und klimaschützenden Mooren angerichtet wird, können Sie hier erfahren … weiterlesen

Gemulchtes Gemüsebeet, Foto von U. Siebel
Gemulchtes Gemüsebeet, Foto von U. Siebel

Naturgemäße Bodenverbesserung – ohne Torf!

Gartenboden sollte humusreich und reich an Bodenleben sein. Um Defizite auszugleichen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, von denen hier einige vorgestellt werden. …    weiterlesen

 

Quellenhinweise und weitere Informationen zum naturgemäßen gärtnern:

Empfehlenswerte Bücher (noch erhältlich):

  • Marie-Luise Kreuter: Der Biogarten. Das Buch informiert umfassend über die Praxis des naturnahen Gärtnerns, von Kompost über Düngen, Fruchtwechsel, Helfer im Garten, Schädlingsabwehr im Nutz- und im Ziergarten.
  • Inga-Maria Richberg: Altes Gärtnerwissen wieder entdeckt. Naturgemäß und erfolgreich gärtnern mit dem Erfahrungsschatz vergangener Zeiten
  • Margit Rusch: Anders gärtnern. Permakultur-Elemente im Hausgarten – mit vielen Bauanleitungen z.B. für Kräuterspiralen, verschiedene Beetformen, Trockenmauern, Lehmöfen usw.

Informative Internet-Seiten rund um den Natur-Garten:

  • Naturgarten praktisch – hier finden Sie zahlreiche Infoblätter zur naturnahen Gestaltung, Nutzung und Pflege von Gärten, Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW
  • Die Seite Altes Gartenwissen bietet gute Tipps und Tricks für den Gärtner von heute. Altmodische Anleitungen und neue Ansätze für kraft-, zeit- und ressourcenschonendes Gärtnern.
  • Die Seite Natur im Garten informiert über verschiedene Gesichtspunkte: Naturgarten, Pflanzen und Tiere, Gestaltung und Pflege
  • Auf der Seite der Naturgartenfreunde gibt es Wissenswertes zu erfahren. Die Palette reicht von Nisthilfen für Insekten, Totholz und Trockenmauern bis zu Schwimmteichen und dem Naturgartenbalkon; fachlich versiert und mit Humor dargebracht.