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Maßnahmen zur Förderung der Schwermetallrasen im Grubengelände Littfeld

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Das Naturschutzgebiet „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ zwischen Müsen und Littfeld umfasst ein Gebiet in dem früher Bleierze und Zinkblende gefördert wurden. Auf den ehemaligen Haldenkomplexen haben sich heute viele schützenswerte Lebensräume entwickelt, darunter auch sogenannte Schwermetallrasen. Hierbei handelt es sich um Pflanzen, die sich auf schwermetallhaltigen Böden ansiedeln. Ein Beispiel ist die Hallers-Grasnelke (Armeria maritima subsp. halleri), die mit den Schwermetallkonzentrationen im Boden klarkommt. Die Hallers-Grasnelke sowie die gesamte Pflanzengesellschaft der Schwermetallrasen sind deutschlandweit selten und daher besonders geschützt. Dies ist unter anderem auch ein Grund dafür, dass ein Teil des Naturschutzgebietes zusätzlich als FFH-Gebiet ausgewiesen wurde.

Um die Hallers-Grasnelke und die Schwermetallrasen im Gebiet zu erhalten sind regelmäßige Pflegemaßnahmen notwendig. Besonders geeignet sind vegetationsfreie Flächen auf denen sich die Arten besonders gut ansiedeln können. Daher fand am 26.10.2020 auf einem Teilgebiet ein Oberbodenabtrag statt. Durch die Entfernung jeglicher Vegetation und Schaffung von vegetationsfreien Bereichen kann sich die Hallers-Grasnelke auf diesen Bereichen wieder ansiedeln und dadurch langfristig im Gebiet halten.

Fläche vor der Maßnahme, Foto J. Mantilla
Fläche nach dem Bodenabtrag, Foto J. Mantilla
Hallersgrasnelke, Foto J. Mantilla
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