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Natur-Detektive machen spannende Entdeckungen in der Trufte

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Die Natur-Detektive trafen sich Anfang Mai am Wanderparkplatz Trufterhainstraße bei Bad Berleburg. Los ging es Richtung Truftetal, aber schon auf einer Wiese ganz in der Nähe gab es die ersten Beobachtungen. Nirgends Wasser, und doch leben hier Frösche und Kröten. Von selbst kamen die Kinder darauf, dass Frösche in den Wiesen leben und durch Maschinenmahd gefährdet werden. Totholz und Felsnischen im Schiefer wurden beim Abstieg zur Trufte ebenfalls als Lebensräume für Molche, Salamander und Froschlurche vorgestellt und Regeln für das Betreten der Gewässerufer erklärt: Nur an bestimmten Bereichen betreten, keine Nester stören, Tiere achtsam behandeln, sich an Wege halten.

Im Truftetal angekommen, gab es für die Natur-Detektive im Bach einiges zu entdecken, Foto Felix Riedel

Im Truftetal angekommen, gab es für die Natur-Detektive im Bach einiges zu entdecken, Foto Felix Riedel

An der Entstehung der Trufte aus Oesterze und Westerze konnten die Kinder an der Brücke ans Wasser und drehten Steine um. Schnell waren die ersten Köcherfliegen-, Steinfliegen- und Libellenlarven gefunden.

Unter den Stein in der Trufte war einiges zu entdecken, hier eine Eintagsfliegenlarve, Foto Felix Riedel

Unter den Stein in der Trufte war einiges zu entdecken, hier eine Eintagsfliegenlarve, Foto Felix Riedel

Begeistert eroberten die Kinder das Versteck unter der Brücke, stets in der Hoffnung, die längst verjagten Fische zu finden und zu fangen. Von besonderem Interesse waren die Strudelwürmer: Ob diese den Blutegeln ähnlichen Tiere auch Blut saugen? Das ist natürlich nicht der Fall, sie jagen Kleinstlebewesen.
Einen besonderen Fund machte ein teilnehmendes Kind: er fand einen Laichklumpen einer Groppe, der auf Anraten des Exkursionsleiters sorgfältig wieder an den gleichen Ort zurückgelegt wurde, da die Eltern den Laichklumpen betreuen und ihm frisches Wasser zufächeln. An den Teichen der Mittelste fand sich zunächst keine einzige Kaulquappe, dafür einige Kadaver von Erdkröten, die vermutlich zur Laichzeit vor drei Wochen schon Waschbären zum Opfer fielen. Kurioserweise hatten sich die Kaulquappen von Erdkröte und Teichfrosch aus dem besonnten Flachwasser an das krautigere, beschattete Ufer zurückgezogen, wo zuletzt doch noch Tausende der Amphibienlarven gesehen wurden. Ein größerer Flusskrebs war kurz zu sehen, zog sich jedoch schnell ins Wasser zurück.
Trotz nasser Füße waren einige Kinder kaum vom Teich zu trennen, hatten sie doch bis zuletzt noch die Hoffnung, einen Fisch zu fangen.

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