Aktuelles

Neues Infoblatt zum „Naturschutzgebiet Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ für naturinteressierte Wanderer veröffentlicht

Geschrieben von:

Faltblatt-Littfleder-GrubenDas Naturschutzgebiet „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ im nördlichen Siegerland bietet Lebensräume sogar für europaweit seltene Pflanzenarten wie die Hallersche Grasnelke. Sie kann nur auf erzhaltigen Böden gedeihen. Bergbau lässt sich hier bereits vor 2000 Jahre nachweisen, etwa durch Bodenfunde am Kindelsberg. Innerhalb ausgedehnter alter Laubmischwälder von hohem forstlichen und ökologischen Wert liegen im Heimkhäuser Bachtal vegetationsarme Grubenhalden, Heiden, Moore, Teiche und Fließgewässer. Gemeinsam mit Kooperationspartnern und gefördert durch die Sparkasse Siegen konnte die Biologische Station Siegen-Wittgenstein für Natur- und Heimatfreunde wieder ein neues Faltblatt mit einem Rundwanderweg vorstellen.

Vorstellung des neuen Faltblattes zum Naturschutzgebiet Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen. Von links: Willi Brase, MdB, Armin Benfer, Pressereferent der Sparkasse Siegen und Peter Fasel, wissenschaftlicher Leiter der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein

Vorstellung des neuen Faltblattes zum Naturschutzgebiet Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen. Von links: Willi Brase, MdB, Armin Benfer, Pressereferent der Sparkasse Siegen und Peter Fasel, wissenschaftlicher Leiter der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein

Auf den alten Bergbauhalden der Gruben Heinrichssegen, Hohenstein, Altenberg, Silberart, Viktoria und Anna hat sich eine Pflanzenwelt erhalten, die in Mitteleuropa vergleichbar nur an wenigen Stellen anzutreffen ist. Vor allem die Blei- und Zinkförderung in der Grube Viktoria hat zur Ablagerung großer Halden geführt. Die Erkundung des Grubengeländes zwischen Littfeld und Müsen ist nicht nur bergbau- oder heimatkundlich interessant. Die besonderen Tier- und Pflanzenvorkommen haben es zu einem Gebiet mit landesweiter Schutzwürdigkeit gemacht. Ein über mindestens 1000 Jahre andauernder Bergbau ist vor allem im Bereich des Altenberges mit seinen Pingen und einem ausgeschilderten Ausgrabungsbezirk gut erschlossen. Weit verbreitet sind auch viele Orchideen. Neben trockenen Halden sind sogar moorige Zonen mit Wollgras und seltenen Libellen erhalten. In den Gewässern leben 13 Amphibien- und Reptilienarten, d.h. nahezu alle heimische Arten. Zum Kennenlernen des Gebietes um den Hohen Wald wurde ein Wegeverlauf abgestimmt und im Faltblatt dargestellt, so Peter Fasel von der Biostation. Für Armin Benfer von der Sparkasse Siegen ist das Faltblatt gut geeignet für eigene Wandertouren. Er freut sich, dass aufgrund ihrer Ortsverbundenheit Sparkassen bereits mehrfach Informationsblätter der Biostation gefördert haben. Daher war es für ihn eine Selbstverständlichkeit die aktuelle Publikation zu fördern, um dadurch Menschen ein außergewöhnliches Wanderziel näher zu bringen. Willi Brase hat in seinem Grußwort zu einer Wanderung in seiner Heimatgemeinde eingeladen.

Das Faltblatt ist erhältlich bei der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein. Es kann aber auch hier als PDF (Dateigröße ca. 1 MB) heruntergeladen werden, Weitere Bezugsquellen sind die Kreisverwaltung in Siegen, das Regionalforstamt, der Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen und die Stadt Kreuztal.

0

Über den Autor:

  Verwandte Artikel
  • No related posts found.

Schreibe einen Kommentar