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Trupbacher Heide im Hochsommer

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Bei der Führung auf der Trupbacher Heide Ende August waren 37 Personen anwesend, darunter zahlreiche Bürger aus Alchen, Niederholzklau und natürlich auch aus Trupbach, von denen einige noch das Gelände aus der Schul- bzw. der Nachkriegszeit kannten. Nach einer Vorstellung der Entstehung des Übungsplatzes und der Kaserne bei Siegen ab ca. 1934 wurden alle Teile des hochgelegenen Übungsplatzes umwandert. Neben den Waldflächen mit altem Niederwald und umgebauten Hochwaldbereichen, den Tümpeln und Bachläufen interessierte natürlich die Heideblüte. Von der Pflanzenwelt wurden die Heilkräuter wie Johanniskraut, Tausendgüldenkraut, verschiedene Labkräuter, Calluna-Heide, einige Wildäpfel, Braunelle und Kreuzblümchen sowie mehrere Pilze vorgestellt.

Aufgrund des außerordentlich trockenen Sommers war die in den übrigen Jahren blühende Heide oder das Harzer Labkraut bereits weit fortgeschritten. Zahlreiche Schmetterlinge wie Bläulinge, Kleine Feuerfalter, Weißlinge, Ochsen- und Braunaugen, Schwalbenschwanz und Feuerfalter steuerten die Blüten an. Eine Waldeidechse huschte über die Heide, die in den letzten Jahren mit „kaltem“, also kurzem Feuer verjüngt worden war.

Die Pflege und Bewirtschaftung der Heide erfolgt nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde über den Schäfer Armin Küthe durch Beweidung des kurzgrasigen Grünlandes und durch jährliche Entbuschung. Hierdurch sollen Weiden und Birken, Adlerfarn und Besenginster, die Gräser und die Tümpel nicht überwuchern. Erkennbar war auch nach Erläuterung durch Peter Fasel das kalte Brennen im Winterhalbjahr, mit dem Besenginster, Faulbaum und Adlerfarn unterdrückt und die für das Vieh wertvollen Süßgräser begünstigt werden. An den Strauchhaufen war zu erkennen, dass die Heide neben der Beweidung zusätzlich immer wieder im Winter entbuscht werden muss, um die Süßgräser dauerhaft und flächendeckiend im Gebiet zu erhalten.

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