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Vielfältige Flora in Siegen-Wittgenstein

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Ziel der Landesregierung ist es die Pflanzenwelt in Nordrhein-Westfalen und somit auch im Kreis Siegen-Wittgenstein zu erfassen. Die zweite Schulung für Freunde der heimischen Flora fand am 17. Juli wieder im Littfelder Grubengelände statt. Es ist bekannt für seine große biologische Vielfalt der Vegetation von Wäldern, Gehölzen, Magerrasen, Feuchtwiesen sowie Still- und Fließgewässern. Herausragend sind die europaweit geschützten Galmeifluren. Es sind Pflanzen, die bevorzugt metall- und schwermetallhaltige Böden anzeigen und hier daher gut existieren können.

Floristische Kartierung im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Floristische Kartierung im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Die Zeit steht nicht still. Landschaftswandel, regionale Veränderung aber auch geänderte Nutzungsformen haben in den letzten Jahrzehnten weitreichende Einflüsse gerade auf die Verbreitung vieler Pflanzen gehabt. Viele Vorkommen sind zurück gegangen oder erloschen, andererseits wurden neue Fundstellen entdeckt. Eine Datenerhebung im Naturschutzgebiet „Grubengelände und Wälder bei Burgholdinghausen“ führt immer wieder zu aufsehenerregenden Entdeckungen.

Rotbraune Stendelwurz im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Rotbraune Stendelwurz im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Im Fokus stehen natürlich die seltenen, mehr oder weniger gefährdeten Pflanzenarten, die alle entlang vorhandener Wanderwege zu entdecken sind. Aus der Vergangenheit bekannte Fundorte sollen durch aktuelle Begehungen überprüft werden. Die Biologischen Stationen wurden daher auch um Mithilfe und Koordination gebeten. Geplant ist ein fünfjähriger Untersuchungszeitraum. Überwiegend durch ehrenamtliche Kartierer soll die Arbeit geleistet werden. Für Siegen-Wittgenstein zuständig ist Katharina Koch von der Regionalstelle beim Naturschutzzentrum Hochsauerlandkreis, Schützenstrasse 1, 57392 Schmallenberg-Bödefeld, Tel. 02977/1524. Leiter der Exkursion im Grubengelände war Gustav Rinder. Die Floristische Kartierung im Kreisgebiet betreut weiterhin Peter Fasel von der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein. Über das Littfelder Grubengelände informiert weiterhin Matthias Jung vom Heimatverein Littfeld-Burgholdinghausen.

Hallers Grasnelke im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Hallers Grasnelke im Littfelder Grubengelände, Foto P. Fasel

Nach einer Frühsommererfassung standen jetzt die bevorzugt im Hochsommer anzutreffenden Sporen- und Blütenpflanzen im Vordergrund. Hierzu zählen etwa die Wildorchideen, die in üppiger Fülle bereits an den unbefestigten Wegrändern wachsen und blühten. In den aufgelassenen Teichen überraschten Teichmummel, Laichkräuter oder der fleischfressende Wasserschlauch. Anzeiger der metallreichsten Stellen sind Grasnelke, Hallers Schumkresse und Hallers Leimkraut.  Die Funde wurden bestimmt und manuell auf Erfassungsbogen mit Fundort und Anzahl vermerkt. Die Bögen werden später unter www.florenkartierung-nrw.de in eine Datenbank übertragen. Pflanzenfreunde können sich zudem auch an die Regionalstelle im Siegerland unter der neuen Tel. 02732-7677343 wenden.

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